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Textile Oberflächengestaltung in Kombination mit Mixed-Media

Die aktuelle Kunstreihe „Humanright-Humanwrongs“ bekommt eine weitere Arbeit. Ich habe sie aus einer Kombination von Mischtechniken gefertigt und bin nun dabei, sie Stück für Stück zusammenzubauen. Hier verschmelzen figurative Motive mit Texten der Menschenrechte und direkten Schriftzeichen im Hintergrund.

In dieser ersten Übersicht zeigen sich die Techniken. Zuerst hatte ich grosse Drucke in Siebdrucktechnik mit Wachspastellen auf Lederpapieren aufgebracht. Sowohl Schrift, als auch Figuren in unterschiedlichen Farbblöcken und Farbgruppierungen druckte ich. Wie immer stand die Planung im Hintergrund und das intuitive Gefühl für Form und Farben leitete mich.

 

Die gedruckten Bildblöcke schnitt ich in unterschiedlich lange Teile, fügte sie neu zusammen und nähte sie mit einem Geradstich aneinander. Hier spielte wieder die bildhafte Planung keine Rolle, sondern die unterschiedlich langen Abschnitte – und auch Farben – setzten sich zufallsmässig neu zusammen. Figuren und Text fügen sich, durch die Gleichheit im Design homogen aneinander.

Die Texte der Menschenrechte wurden mit dem Laserprinter auf Lutradur und auf Transparentpapier gedruckt. Einzelne Figuren habe ich ausgequiltet und anschliessend mit dem Lötkolben ausgeschnitten. Der Embossingfön franste mit Hitze das Lutradur aus, das Transparentpapier bleibt als Ganzes sichtbar.

Nach und nach unterstreiche und verbinde ich die einzelnen Segmente mit Faden. Silhouetten werden betont und in den Vordergrund gehoben. Stückweise arbeite ich mich voran und bin neugierig auf das, was letztendlich neu entsteht.

Die Techniken des Siebdrucks mit Wachspastellen, sowie die Mixed Media und die Elemente der textilen Oberflächengestaltung vermittle ich auch in meinen Kursen in meinem Atelier in Dornstadt. Es ist und bleibt spannend, egal, wie lange man damit schon arbeitet. Mit der richtigen Idee und dem freien Lauf der Kreativität entsteht immer wieder Neues.

Ecoprinting bei bernina Portugal

Ecoprint in Portugal, das Land in dem der Eukalyptus wächst.

Wer schon einmal mit Ecoprint gearbeitet hat weiß, dass insbesondere die Blätter des Eukalyptus wunderschöne Druck- und Färbeergebnisse bringen. Alles sprach für einen solchen Inhalt, bei einer weiteren Reise zum Creative Center von Mario Felizardo, Bernina Portugal.

  • Eine nach ätherischen Ölen duftende Küche
  • Berge von Eukalyptusblättern und Seidenstoffen
  • Gut gelaunte und kreative Teilnehmerinnen, die überrascht waren, was die Natur auf Stoff möglich macht
  • Fantastische Druck- und Färbeergebnisse

Eukalyptus – Ecoprint aus Portugals Natur

Wenn man an Portugals Natur denkt kommt einem als erstes vielleicht die Korkeiche in den Sinn. Jedoch ist das Land großflächig mit Eukalyptuswäldern überzogen. Diese Vielfalt und Menge sah ich bei einer meiner ersten Reisen in dieses schöne Land. Es war keine Frage, dass ich meinen Portugiesinnen unbedingt den Ecoprint zeigen musste. Damit sie die naheliegendste aller Möglichkeiten zum Stoffefärben kennenlernen. Das ganze Unterfangen war ein kleines Abenteuer und wie immer, bei solchen Auslandkursen, war nicht alles ganz planbar. So galt es am Vortag mit Mario Felizardo, dem symphatischen Bernina Importeur Portugals noch schnell in einen Baumarkt zu fahren um Kunststoffrohre aufzutreiben und sie gleich in Stücke sägen zu lassen. Und dann gab es eine nette Sucherei um einen riesigen Kochtopf zu besorgen, in dem am Kurstag die Ecoprints vor sich hin dampfen konnten. Doch wie immer klappte alles bestens und Tags drauf duftete es in der kleinen Küche des CreativCenters von Mario wie in einer Sauna mit Aufguss mit ätherischen Ölen. Die Portugiesinnen waren eifrig und neugierig, denn meine mitgebrachten Musterstoffe zeigten schöne Blattabdrücke und noch war es unvorstellbar, wie dies gelingen sollte. So sortierten sie ihre sorgsam gesammelten Blätter von Eukalyptus und anderen Pflanzen auf Stoff und wickelten sie auf die gekürzten Rohre mit Schnur. Die Wartezeit, die die Natur im Topf brauchte um ihre Farben auf den Stoff zu übertragen, füllten wir mit Geschwätz, gutem Kaffee und den mitgebrachten Pastéis de Nata. Als die ersten Stoffe ausgewickelt wurden, war die Überraschung gross. Und es folgten weitere Stoffe, viele Stoffe. Die kleine Küche des CreativCenters von Mario in Caldaz duftete noch Tage danach nach Ecoprint.

Es war wunderschön in Portugal bei Bernina und seinem tollen Gastgeber Mario Felizardo (mehr Infos)